Solaris? Ein Protokoll
Text und Regie: Inés Burdow
nach Motiven von Stanisław Lem
„Willst du überhaupt hier sein? Ich schaff das nicht alleine.“
Ausgehend von Motiven aus Stanisław Lems Solaris entsteht eine Versuchsanordnung über Wahrnehmung, Erinnerung und die Begegnung mit dem, was sich unserem Verstehen entzieht.
Kris Kelvin versucht, eine Wirklichkeit zu vermessen, die sich jeder Gewissheit entzieht. Was als Untersuchung beginnt, wird zur Konfrontation mit dem Eigenen.
Erinnerung und Verlust treten ihm in Gestalt von Harey entgegen.
Der Text folgt einer Denkbewegung. Wiederholung wird zum Prinzip, Reduktion zur Form.
Sprache, Licht und quadrophonischer Sound verschieben das Geschehen in den gesamten Raum. Die Zuschauer bewegen sich durch eine Wahrnehmung, in der sich Beobachtung und Projektion nicht mehr eindeutig voneinander trennen lassen.
Als installative Theaterproduktion entwickelt Solaris? Ein Protokoll in jedem Raum eine eigene Gestalt. Die Anordnung verändert sich, die Fragen bleiben dieselben.
Solaris? Ein Protokoll erscheint hier nicht als ferner Planet, sondern als Erfahrungsraum.
Am Ende bleibt die Frage:
Wer beobachtet hier eigentlich wen?
Pressestimmen (Auswahl)
„Ein starkes, meisterhaft gespieltes Stück, das noch lange nachklingt.“
Thomas Berger, Märkische Oderzeitung
„Ein Theater am Rand von Berlin – und doch im Zentrum der Gegenwart.“
Bettina Ullmann, Journalistin
Credits
Text und Konzept Inés Burdow
Regie Inés Burdow
Mit Aljoscha Stadelmann, Melanie Seeland
Bühne und Kostüm Ann-Christine Müller
Sound / Ton (quadrophonisch) Bodo Strecke
Licht Dietrich Baumgarten
Produktion
Andere Welt Bühne, gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Gastspiel
Theater Natur Festival, Harz
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